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10.06.2003
Neue Pressemitteilung der Bunten Liga Köln

Offensive für den Breitensport: „Jahnwiese für alle!“
Bunte Liga Köln will gegen Privatisierung der Jahnwiese kämpfen


"Eine Übertragung der Sportflächen rund um das RheinEnergy-Stadion an die Sportstätten GmbH kann dem Breitensport in Köln nur schaden", sagt Rudolf von Schorlemer, Sprecher der Bunten Liga Köln, nach Gesprächen mit Vertretern von Sportamt, Sportstätten GmbH und politischen Parteien. Angesichts der Planungen zur Umgestaltung der Flächen rund um das Stadion hatten sich die Freizeitsportler besorgt an alle Beteiligten gewandt. Das Fazit der Hobbykicker: Die Nutzung der Sportflächen durch Vereine, Freizeit- und Nachwuchssportler kann auf Dauer nur gesichert werden, wenn die Stadt Köln selbst im Besitz der Flächen bleibt.



Zwar haben in Gesprächen auch Vertreter der Sportstätten GmbH ihr Interesse am Breiten-sport betont, gleichzeitig ist aber auch von größeren Investitionen und einer Einbeziehung der Sportflächen in die Vermarktung des Stadions die Rede. "Nach einer Übertragung ändert sich der Blick auf die Flächen - nicht mehr der Sport steht dann im Vordergrund, sondern die Bilanz der Sportstätten GmbH", sagt Jörg Neuheiser, einer der Hobbyfußballer. "Erheblich steigende Kosten, zahlreiche Veranstaltungen an Wochenenden, die Anlage teurer Kunstrasenplätze oder sonstige bauliche Veränderungen - am Ende könnte der Breitensport ganz schnell verschwunden sein."



Mit ihrer Intiative "Jahnwiese für alle" will die Bunte Liga das verhindern. Gemeinsam mit den vielen anderen Nutzern der Sportflächen soll jetzt Druck auf die politisch Verantwortlichen im Stadtrat gemacht werden. In wenigen Tagen wurden über 500 Unterschriften gesammelt, im Juni sollen es mehrere tausend werden. Geplant sind Aktionen bei Spielen und Tunieren, gleichzeitig will man das Gespräch mit den Parteien suchen - SPD und Grüne haben bereits Unterstützung zugesagt, mit der CDU wollen sich die Kicker bald zusammensetzen. Die Initiative hofft, daß am Ende alle Parteien ein klares Votum für die Priorität des Breitensports auf der Jahnwiese abgeben.



Keine Bedenken haben die Kicker gegen die kommerzielle Nutzung der Sportflächen während der WM 2006. Hinterher sollten die Wiesen aber wie bisher dem Breitensport zur Verfügung stehen. "Die Jahnwiese darf nicht zum Schlachtopfer der WM 2006 werden", so die Vertreter der Initiative. "Ob Köln eine Stadt des Sports bleibt, hängt nicht vom FC oder der WM ab, sondern vom Breitensport. Dessen Herzstück ist die Jahnwiese."



Weitere Informationen unter der eigens eingerichteten Webseite www.jahnwiese-fuer-alle.de.

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