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24.03.2009
Jahnwiese wieder in Gefahr

Wie sich jetzt herausstellt war die Entscheidung der Bunten Liga Köln e.V. diese Seite beizubehalten absolut richtig.

In einem Artikel von Thomas Gassmann in der Online-Ausgabe des Kölner Express v. 24.03.2009 wird im Zuge eines möglichen festen Standortes für die Natiolnalelf neben anderen Varianten auch der Bau eines Trainingszentrums auf der Jahnwiese diskutiert.
Dies könne schon in 2 Jahren realisiert werden.


Hier der gesamte Artikel:

Köln - Es ist das Baby von Oliver Bierhoff. Der Manager der deutschen Nationalmannschaft will eine Heimat für das DFB-Team. Und das Leistungszentrum soll nach Köln.

Oliver Bierhoff möchte eine Heimat für die Nationalmannschaft schaffen.

Der Standort ist kaum zu schlagen. Rund um Köln sind die meisten Bundesliga-Klubs beheimatet.

Mit der Sporthochschule steht Europas renommierteste Uni als Kooperationspartner bereit. Die Nähe zu mehreren Flughäfen und die lebendige Stadt sind weitere Vorzüge Kölns.

Bierhoff beauftragte Trainer-Chefausbilder Frank Wormuth mit der Erstellung eines Anforderungsprofils. Das Millionen-Projekt soll das neue Vorzeigeobjekt des deutschen Fußballs werden. Neben Frankfurt, dem langjährigen DFB-Sitz, ist nur noch Köln im Rennen.

Den DFB-Stars soll es im neuen Leistungszentrum an nichts fehlen. Trainingsplätze, medizinische Abteilung, Kraftraum, Schwimmbad, Ruhe- und Konferenzräume.

Außerdem ist geplant, eine eigene Forschungs- und High-Tech-Abteilung zu installieren. Bierhoff am Montag zum EXPRESS: „Es geht nicht darum, ein Hotel zu bauen, wie fälschlicherweise manchmal behauptet wird.“

Bierhoff schwebt ein hochmodernes DFB-Zentrum vor, in dem sämtliche Mannschaften des Verbandes zusammengezogen werden können.

Für den Standort Köln steht der genaue Ort bereits fest: Er soll unmittelbar neben der Sporthochschule liegen. Bierhoff: „So könnten wir eine enge Zusammenarbeit mit der Spoho haben. Die kurzen Wege wären riesige Vorteile.“

Nach EXPRESS-Informationen will die Stadt dem DFB die Abel-Bauten vor dem Rhein-Energie-Stadion anbieten. Der 1923 errichtete Komplex beherbergt zur Zeit sechs Turnhallen, Büro- und Tagungsräume.

Der Vorteil: Der DFB müsste keinen Neubau errichten, bräuchte nur die unter Denkmal stehenden Räumlichkeiten, die mehrere tausend Quadratmeter umfassen, umbauen.

Der Komplex, in dem zur Zeit auch das Sportamt untergebracht ist, wird vom Breitensport genutzt. Bierhoff will sich die Abel-Bauten nun persönlich anschauen.

Die Lage wäre perfekt: Die Stars von Bundestrainer Joachim Löw wären mitten drin im Kölner Sportpark, könnten öffentliche Trainingseinheiten im RheinEnergie-Stadion abhalten, sich dort wenn nötig auch abschrimen. Und zur Sporthochschule wäre es nur einen Katzensprung.

Eine weitere Variante wären die Jahn-Wiesen hinter dem Stadion. Dort könnte der DFB einen Neubau errichten. „Sollten wir tatsächlich den Zuschlag für das Trainingszentrum erhalten, wäre das ein Glücksfall für die Stadt Köln“, schwärmt Hans Rütten, Chef der Kölner Sportstätten GmbH.

Neben Bundestrainer Jogi Löw fordert auch Sportdirektor Matthias Sammer eine Heimat für den DFB. Und Bierhoff könnte sich mit der Realisierung des Projektes ein Denkmal setzen.

Bierhoff: „Im Juli steht das genaue Anforderungsprofil, dann gehe ich damit zu Präsident Dr. Theo Zwanziger. Das Präsidium muss entscheiden, steht dem aber offen gegenüber.“ Sobald die Entscheidung stehe, könne man das Projekt „binnen zwei Jahren realisieren“.
Express Online
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