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18.03.2003
Kölner Stadt-Anzeiger - Logisch - Ein Kommentar von Peter Berger

Die Übertragung der Grundstücke des Sportparks Müngersdorf an die Sportstätten GmbH ist nur die logische Folge des Stadion-Umbaus zu einer WM-tauglichen Fußballarena.


Die Übertragung der Grundstücke des Sportparks Müngersdorf an die Sportstätten GmbH ist nur die logische Folge des Stadion-Umbaus zu einer WM-tauglichen Fußballarena. Wenn sie mit dem Stadion neben den Einnahmen aus dem Pachtvertrag für den 1. FC Köln durch zusätzliche Veranstaltungen Gewinne erwirtschaften soll, dürfen sich ihre Vermarktungsmöglichkeiten nicht auf die Arena beschränken.


Zweifelsohne hat auch das Stadion-Umfeld ein Aufmöbeln dringend nötig. Investitionen dieser Art kann die Stadt angesichts der desolaten Finanzsituation nicht tätigen. Ihr sind die Hände gebunden. Bei der Sportstätten GmbH werden sie durch Kredite finanziert, tauchen als Investitionen in der Bilanz auf. Dass die Kölner Spiele der Fußball-WM bei diesem Modell nicht unter dem Motto „Innen hui, außen pfui“ ausgetragen werden müssen, ist der positive Nebeneffekt.

Natürlich hat die Grundstücksübertragung auch Nachteile: Zu derart günstigen Konditionen wie bisher werden Hobby-Fußballer die Jahnwiese und das Stadion-Vorfeld nicht mehr nutzen können. Doch für einen gepflegten Rasen sind sie sicherlich auch bereit, ein paar Euro zu bezahlen. Der Jugendsport darf davon aber nicht betroffen sein.


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