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29.04.2003
Kölnische Rundschau - Streit ums Stadion

„Die Umbaumaßnahmen im Müngersdorfer Stadion laufen nach Plan“, verkündete Sportstätten-Chef Hans Rütten auf der jüngsten Sitzung des Sportausschusses.


Doch für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 muss auch das Stadionumfeld neu gestaltet werden. Die Sportstätten GmbH machte der Stadt das Angebot, die Sanierungen zu übernehmen. Die Stadt soll im Gegenzug die Stadionvorwiesen, die Jahnwiesen sowie Ost- und Westkampfbahn der GmbH übertragen.

Die mögliche Eigentumsübertragung führte im Sportausschuss des Rates zu heftigen Diskussionen. „Die GmbH wird nichts zu verschenken haben und müsste Gebühren für die Nutzung nehmen. Der Breitensport kann sich dies nicht leisten“, so Franz Irsfeld (SPD). Unterstützung bekommt er von Ulrich Breite. Der FDP-Politiker wies darauf hin, dass dann auch die Verwertung von Großveranstaltungen im Stadionumfeld neu überdacht werden müsse.

Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. CDU und Grünen forderten die Verwaltung auf, möglichst schnell ein Gutachten vorzulegen. „Wir stochern seit Monaten im Nebel“, sagte Bettina Tull von den Grünen. Ihr Unionskollege Herbert Gey hat kein Verständnis für voreilige Diskussionen: „Wir haben doch ein Mitspracherecht und können die Verträge breitensportfreundlich gestalten.“

Unklarheiten herrschen weiterhin in Bezug auf das Verkehrskonzept für die WM. Der Ausschuss gab die Entscheidung über die Vorlage an die Kollegen für Bau und Verkehr weiter. Wolfgang Bosbach (SPD) befürchtet, dass einige Maßnahmen, wie die Verlängerung der Linie 1 bis Bonnstraße, in den nächsten drei Jahre nicht fertiggestellt werden könnten. Große Zustimmung fand der Neubau zweier Kunstrasenplätzen zwischen Aachener und Dürener Straße. Diese sollen den Fußballplatz P6e ersetzen, der dann als Parkplatz genutzt wird.

Von NICOLE STÖTZEL (KR)


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